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Dieser Abschnitt drückt unterschiedliche Emotionen aus. Gefühle der Demut, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Das Gefühl, hilflos ausgeliefert zu sein. Seit Jahren konnten die Peiniger mit ihren Opfern tun, was sie wollten. Ohne Skrupel konnten sie ihren Aggressionen, ihrem perversen Sadismus und ihrem primitiven Blutrausch freien Lauf lassen. Niemand hielt sie auf. Tag ein, Tag aus. Wie oft wurden die Menschen verhöhnt und gedemütigt. Wie oft waren sie Hunger, Durst und Kälte ausgesetzt, wurden mit Stiefeln getreten und mit Stöcken geschlagen. Wie schmerzhaft es muss sein, sich dieser Strapazen nicht erwehren zu können. Jede schmerzhafte Minuten erscheint wie eine Stunde, jede beunruhigende Stunde wie ein Tag, jeder hungrige Tag wie eine Woche, jede kalte Woche wie ein Monat, jeder endlose Monat wie ein Jahr. Die Befürchtung, dass diese Hölle niemals endet.
Gefühle des Zweifels, der Unsicherheit, Verzweiflung und Resignation müssen über sie gekommen sein. Zweifel, ob sie jemals ihre Familie wieder sehen werden. Zweifel den nächsten Tag zu überleben. Zweifel über Gott und die Welt. Unsicherheit über die Dauer dieser Hölle. Wird sie jemals enden? Und wenn ja wie? Die Ungewissheit über die eigene Überlebensfähigkeit. Oder ob sie sterben werden. Und wenn ja, wann?
Verzweiflung beim Gedanken daran, dass sie all diese Entbehrungen und Demütigungen jeden Tag von Neuem erleben müssen. Resignation beim Gedanken daran, dass es kein Entkommen vor dem Schicksal gibt. Sicherlich hatten sie auch Rache- und Vergeltungsgefühle in Momenten der Wut und des Zornes. Wie oft wünschten sie ihren Peinigern eine gerechte Strafe, wenn sie hungerten und froren. Wie oft wünschten sie ihnen denselben Schmerz, wenn sie geschlagen oder getreten wurden? Oder sie wünschten ihnen sogar den Tod, wenn sie dabei zusehen mussten, wie ihre Familie oder Freunde in die Gaskammern gebracht wurden.




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