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Und natürlich gab es Gebete. Millionen. Bitten um Gnade, Bitten um Hilfe und Erlösung, Bitten um Strafe und Gerechtigkeit. Und so gelang es ihnen, sich selbst durchzubringen, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Ohne Hoffnung auf Hilfe.

Domine Jesu
Dieser Abschnitt enthält den Aufruf der Lebenden für das ewige Leben der Toten und für den Schutz vor der Hölle. Es beginnt daher mit einer ruhigen, festlichen Orgelmelodie, behutsam antworten darauf die Holzbläser. Dann führt der Bariton die Melodie mit dem ‘Domine Jesu Christe’ weiter, worauf der Chor mit einem feierlichen ‘Rex gloriae’, König der Herrlichkeit, antwortet. Die Altistin folgt mit einem Gebet, das die Seelen von den Strafen der Hölle und ihren tiefen Abgründen befreien soll. Darauf antwortet wieder der Chor mit ‘Rex gloriae’. Die Sopranistin bittet, dass die Toten vor dem Rachen des Löwen und den Abgründen der Hölle bewahrt bleiben und zum ewigen Licht geführt werden. Der Chor antwortet mit der Verheißung an Abraham und seine Familie und stimmt danach in ein feierliches, fast heiteres ‘Rex gloriae’ ein. Dieses wird zweimal wiederholt. Zuerst nach dem Aufruf der Altistin, die Anträge und Gebete zu akzeptieren, um den toten Seelen zu Gedenken. Zum zweiten Mal nach dem Appell des Tenors, die Seelen vor den Strafen der Hölle zu retten und für ihre Auferstehung in das ewige Leben. Der Chor schließt diesen Abschnitt mit einem hingebungsvollen ‘Domine Jesu’.
Wie viele Opfer wurden täglich von den Löwen gefressen? Oder zu Tode gefoltert, geprügelt, ausgehungert, gehängt oder erschossen von ihren Peinigern. Und wie viele Opfer wurden jeden Tag von den Abgründen der Hölle verschlungen? Oder in die Gaskammern von Auschwitz getrieben und dann in den Öfen verbrannt.



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